Nintendo Switch-Emulator yuzu im Test

yuzu Logo
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Die Nintendo Switch dürfte vielen Gamern, Eltern und allen anderen Interessierten ein Begriff sein. Einige scheuen jedoch die relativ hohen Anschaffungskosten von über 300€. Da so mancher Interessent nur an einem oder 2 Spiele interessiert ist, lohnt es kaum sich dafür die Konsole zu kaufen. Zum Glück gibt es dafür eine Lösung. Einen Nintendo Switch Emulator für Windows und Linux Betriebssysteme, genannt yuzu. Das in diesem Test genutzte System besteht aus einem AMD Ryzen 7 2700X, 16 GB DDR4 RAM und einer Radeon RX 5500XT.

Der Emulator kann auf der offiziellen Website des yuzu Teams heruntergeladen werden. An dieser Stelle eine kurze Anmerkung zur rechtlichen Lage. Da yuzu zwingend die Keys einer Switch benötigt liegt der Gebrauch des Emulators mindestens in einer rechtlichen Grauzone und kann auch illegal sein oder werden.

Installation

Windows: Nach dem Download des installers den Emulator über das Ausführen des Installationsprogrammes installieren.

Linux: Für diverse Distributionen gibt’s auf der yuzu-Website entsprechende Instruktionen zur Installation des Emulator’s.

Nach der Installation muss der Emulator entsprechend konfiguriert werden. Alle Einstellungen können auf Standard bleiben. Als grafische API hat sich Vulkan bewährt. Die Tasten der virtuellen Joy-Con’s können nach belieben belegt werden. Im Testaufbau wurde ein klassischer XBOX 360 Controller (Link zu Amazon) verwendet.

Starten eines Spiels

Die Spiele müssen als *.nsp-Datei, *.nso-Datei, *.nro-Datei, *nca-Datei oder als *.xci-Datei vorliegen. Gestartet werden können die Spiele direkt, da sie angezeigt werden, sobald sie sich im ausgewählten Spieleordner befinden, oder in den virtuellen NAND des Emulators installiert werden. Letzteres ist notwendig um Updates von Spielen installieren zu können. Der emulierte NAND des Switch-Emulators wird in Windows standardmäßig unter „C:\Benutzer\AppData\Roaming\yuzu\nand“.

Performance

Die Performance des Nintendo Switch-Emulator’s hängt extrem stark vom verwendeten Spiel ab. In der Auflistung der verfügbaren Spiele wird die Kompatibilität jeden Spieles angegeben. Auch spielen die verwendeten Renderer eine starke Rolle. Anhand dem Beispiel von „Super Mario Odyssey“ wird deutlich, dass es per OpenGL keine Grafikfehler gibt, aber dabei die niedrige FPS-Rate ein Spielen unmöglich macht. Per Vulkan gibt es je nach Blickwinkel kleine Grafikfehler, aber dafür läuft das Spiel flüssig bei 60 FPS. Dabei liegt die Auslastung des Ryzen 7 2700X bei 4 GHz Taktrate auf allen Kernen um ca. 14%. Der Arbeitsspeicher wird um 7 GB ausgelastet und die GPU (RX5500 XT) mit 40% bei einer Taktfrequenz von 500 MHz.

Ressourcenbedarf des yuzu-Emulator's
Ressourcenbedarf des yuzu-Emulator’s
(Zum vergrößern anklicken)

yuzu Nintendo Switch Emulator OpenGL

Bild 1 von 2

Super Mario Odyssey ohne Grafikfehler aber wenig FPS

Fazit

Der Nintendo Switch-Emulator yuzu ist eine gute Möglichkeit eventuell Spiele vorab zu testen um sie dann später für die Switch zu kaufen. Denn nur sehr wenige Spiele laufen komplett fehlerfrei. Viele starten nicht ein mal, weisen grafische Fehler auf oder der Ton ist verzerrt. Ob das jeweilige Spiel überhaupt mit dem Emulator läuft kann in der Kompatibilitätsliste auf der yuzu Website nachgesehen werden. Somit ist der Emulator nach derzeitigem Stand ein nettes Gimmick und eine nette Spielerei, aber noch kein vollwertiger Ersatz für die Nintendo Switch. Da er jedoch stetig weiterentwickelt wird, ist damit zu rechnen, dass irgendwann alle Spiele problemlos laufen werden.

Fragen, Lob und Kritik sind gern gesehen. Schreibt eure Gedanken ins Kommentarfeld.

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